Der Engel in 3D
Der Belliker Engel wurde im Juli vom Landesmuseum Zürich zurück ins Archiv bzw. in die Sammlung gebracht. Das heisst, wir können ihn jetzt nicht mehr - bis auf weiteres - in Bellikon selbst bewundern.
Leider wurde gefunden, dass die Ausstellungsbedingungen wegen Licht, Wärme und Hydration nicht stimmt - wir sind aber dabei, herauszufinden, wie wir den Engel wieder zurückbringen können.
Denn irgendwie macht es keinen Sinn, dass er im Dunkeln verbleibt in der Sammlung und nicht als Lichtgestalt selbst auch uns Licht und Freude bringt.
Wie kam der Belliker Engel ins Ortsmuseum?
So um die Zeit von 1850, als die Belliker eine eigene Kirche erstellen wollten, wurde aus der Schlosskapelle - welche damals im Besitz der Gemeinde war - allerhand Inventar verkauft oder verteilt. Der Taufstein, die Josefsstatue und wertvolle Gerätschaften zügelte man in die 1855 erbaute erste Kirche und ab 1977 in die neue Kirche.
Im Buch von Peter Högger fanden wir nun einen Eintrag, dass sich ein Engel aus der Schlosskapelle im Landesmuseum Zürich befindet. Gemäss einer alten Karteikarte im Landesmuseum konnte der Engel im Jahre 1934 von ihnen käuflich erworben werden. Der Weg der Statue aus der Schlosskapelle Bellikon bis zum Erwerb anno 1934 durch das Landesmuseum liegt leider bis heute noch völlig im Dunkeln.
Nach etlichen Abklärungen und Verhandlungen mit dem Landesmuseum durften wir am 24. August 2016 die Engels-Statue im Sammlungszentrum in Affoltern a.A. in Empfang nehmen und für 5 Jahre ins Belliker Ortsmuseum heimführen.
Und jetzt - leider aktuell nur noch in 3D
Das hat ziemlich genau 10 Jahre gehalten - wir durften also verlängern und mussten dafür auch eine Versicherung abschliessen.
In der Zwischenzeit könnt ihr unten den Belliker Engel in 3D bewundern.
(Scan von Daniel P. Schmidt)
